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16.11.2018

E-Handwerke mit neuen Konjunktur-Rekorden

Wieder einmal verzeichnen die E-Handwerke ein neues Allzeithoch bei der Konjunktur, wie die Herbstumfrage des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) zeigt.

Seit Jahren zeigen die Konjunkturkurven in den E-Handwerken nach oben. Nach der letzten Konjunktur-Umfrage konnte man sich schon fragen, ob eine weitere Steigerung überhaupt noch möglich ist. Die Antwort lautet ja – es geht noch mehr. Der Beweis ist die aktuelle Herbstumfrage des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH). Die Resultate belegen, dass die konjunkturelle Stimmung der Branche auf einem sehr hohen Niveau bleibt. Insgesamt 98,0 Prozent der befragten E-Handwerksbetriebe betrachten ihre derzeitige Geschäftslage positiv: 76,4 Prozent von ihnen beurteilen ihre Lage als „gut“, 21,6 Prozent schätzen sie als „befriedigend“ ein. Damit konnte der Vergleichswert vom Herbst 2017 (96,7 Prozent) ein weiteres Mal gesteigert werden.



Wie in den Jahren zuvor sind die Unternehmen in den östlichen Bundesländern zufriedener als im Westen. Während im Osten 79,3 Prozent mit „gut“ votierten, waren dies in den alten Ländern 75,4 Prozent.

Weiter sehr guter Auftragsbestand
Die anhaltend positive Grundstimmung wirkt sich auch auf den bundesweiten Geschäftsklimaindex der E-Handwerke aus, der mit 87,2 Punkten ebenfalls einen neuen Rekordwert erreicht. Im Jahr 2017 lag dieser Wert bei 83,5 Prozent.



Auch bei der Auslastung gibt es für die Betriebe der E-Handwerke keinen Anlass zur Klage: 21,5 Prozent haben einen Auftragsbestand über vier Monate hinaus (2017: 18,3 Prozent). Nur neun Prozent haben einen eher kurzen Auftragsbestand von zwei Wochen.



Die gute Lage beeinflusst die Erwartungen fürs nächste halbe Jahr: 25,3 Prozent der Unternehmen rechnen damit, dass sich ihre geschäftliche Situation weiter verbessern wird. Der überwiegende Teil (70,6 Prozent) erwartet eine gleichbleibende Entwicklung. Lediglich 4,1 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situation. Im Jahr 2017 lag dieser Wert noch bei 4,8 Prozent.



Öffentliche Auftraggeber spielen eine geringe Rolle
Nach wie vor machen Projekte in der Energie- und Gebäudetechnik mit 67,6 Prozent den überwiegenden Teil des Umsatzes aus. Dahinter folgen die Sparten Informations- und Telekommunikationstechnik (10,1 Prozent) sowie Automatisierungstechnik (4,6 Prozent). Die meisten Aufträge erhalten die E-Handwerksbetriebe weiterhin von der gewerblichen Wirtschaft und privaten Auftraggebern (38 bzw. 36 Prozent). Einen geringeren Anteil am Umsatz haben öffentliche Auftraggeber mit 14 und Wohnungsbaugesellschaften mit 12 Prozent.



Die Zahl der Beschäftigten ist in den vergangenen sechs Monaten in 27,0 Prozent der Betriebe gestiegen. Lediglich 14,4 Prozent verzeichneten in demselben Zeitraum einen Rückgang bei den Angestellten. Qualifizierte Fachkräfte sind in dieser konjunkturellen Hochphase mehr dennje gefragt.

Die Betriebsgrößen verteilen sich wie folgt: Große E-Handwerksbetriebe mit mindestens 20 Mitarbeitern machen einen Anteil von 23,7 Prozent aus. Firmen mit zehn bis 19 Beschäftigten finden sich am Markt zu 24,9 Prozent, fünf bis neun Angestellte haben 25,8 Prozent der Betriebe. Kleinere E-Betriebe mit bis zu vier Mitarbeitern sind zu 25,7 Prozent am Markt vertreten.

E-Handwerke wollen für den Nachwuchs noch attraktiver werden
„Die sehr erfreulichen Ergebnisse zeigen, dass die Betriebe in den von zunehmendem Wettbewerbsdruck und Digitalisierung geprägten Märkten gut aufgestellt sind“, sagte ZVEH-Hauptgeschäftsführer Ingolf Jakobi. „Um weiterhin diesen hohen Ansprüchen gerecht werden zu können, müssen sie ein besonderes Augenmerk auf die Qualifizierung der Mitarbeiter legen. Nur mit gut ausgebildeten Fachkräften können die Betriebe der E-Handwerke ihren Kunden weiterhin perfekte Dienstleistungen anbieten. Mit der angestrebten Neuausrichtung der Ausbildungsberufe in den E-Handwerken sind wir auf dem richtigen Weg, die E-Branche als interessantes Berufsfeld mit hervorragenden Aussichten noch attraktiver zu machen.“

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